Growbericht

Growbericht Psilocybe cubensis „Huautla“

Ende letzten Jahres haben wir in unserer Onlineschulung zum Thema „Halluzinogene Pilze“ auch über den Anbau gesprochen und im Labor begleitet. Wir haben den Prozess von der Herstellung des Nährsubstrats bis zur Ernte begleitet und möchten euch hier einige Einblicke bieten.

Tag 1

Letzte Woche haben wir den kleinen Pilzchen  ein neues Zuhause gegeben und in verschiedenen Kästen angesetzt. Wir sind sehr auf die Ergebnisse gespannt und werden euch weiter auf dem Laufenden halten.

update tag 6

Unsere kleinen Psilocybe wachsen prächtig und die ersten kleinen Fruchtkörper entwickeln sich aus den Primordien. Sie werden ja so schnell (er)wachsen.

Update Tag 7

Die kleinen Fruchtkörper entwickeln sich bereits deutlich, es kommt zu einer sichtbaren Stielstreckung und die Hüte sind nicht mehr komplett vom Velum universale umschlossen. Man sieht aber noch die Hüllreste (Pileoblem) auf ihren Hüten als weiße Flecken. In den nächsten Tagen wird sich die weitere Entwicklung nochmals rasant beschleunigen.

Update Tag 11

Wahnsinn ging das wieder schnell, es sind nur 3 Tage vergangen und die ersten Pilze sind bereits erntereif. Dies sieht man deutlich an der aufgerissenen Stielvolva (Velum partiale) welche durch ein Aufspannen des Hutes verursacht wurde. Die Reste der Stielvolva sind am Stiel noch als Manschetten erkennbar. Die Lamellen der Pilze liegen jetzt frei und werden bald mit dem Sporenabwurf beginnen, daher lassen wir die Pilze noch etwas stehen damit wir euch morgen noch viel besser die Sporulation zeigen können.

Erntetag Tag 12

Nach nur einer Woche Wachstum ist heute Erntetag! Wie ihr sehen könnt haben die Fruchtkörper ordentlich Sporen abgeworfen, und die Hüte haben sich bereits angefangen zu wellen. Dies macht der Pilz um so noch effektiver seine Sporen verteilen zu können. Besonders charakteristisch für Pilze aus der Gattung Psilocybe ist die schwarz/lila Sporenfarbe welche auch als ein gutes Bestimmungsmerkmal dient. In beiden Ansätzen wurden jeweils nur ~400 ml durchwachsene Körnerbrut verwendet, die Ernten sind also durchaus akzeptabel. Die Kosten hierfür belaufen sich dabei auf wenige Cent plus ein wenig Geduld. Der Monotub (Blumenkasten ) hat aber deutlich besser gefruchtet, da es in dem großen Case mit den vielen Belüftungen schwer ist die Feuchtigkeit konstant hoch zu halten. Doch wir brauchten Platz für eine GoPro, seit gespannt! Nach der Trocknung gibt es dann auch Grammzahlen zu den Ernten.

Auswertung:

Aber wie hoch war denn jetzt der Psilocybingehalt eigentlich?
Im Labor nutzt unser Wissenschaftler Dr. Felix Blei dafür standardmäßig eine “HPLC” (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie), in welcher mithilfe einer Trennsäule unsere Probe separiert und vor allem quantifiziert werden kann. Dafür benötigt man eine wirklich saubere Vergleichsprobe, in unserem Fall Reinstoff von Psilocybin. Aus diesem wird eine Verdünnungsreihe mit absteigender Konzentrationen angefertigt und mit den erhaltenen Daten eine Standardkurve erstellt. Zukünftige Proben können nun mit den Werten des Reinstoffs verglichen und daraus eine Konzentration berechnet werden.
 
Das Laborergebnis für unseren Psilocybe cubensis “Huautla”: 1,13 % Wirkstoffgehalt.
Das Intervall der Konzentrationen von P. cubensis Fruchtkörpern reicht von 0,5 % (Amazonian) bis fast 2 % (APE) je nach Strain. Der Psilocybingehalt kann also sehr deutlich schwanken und ist ebenso stark abhängig von verwendeten Substraten und den vorliegenden Bedingungen.
Ihr merkt schon die Konzentrationsbestimmung im Labor ist ein sehr komplizierter Prozess und nicht gerade praktikabel für unterwegs. Genau deswegen haben wir einen Schnelltest entwickelt der das gleiche Ergebnis in unter 30 Minuten liefert.
 
Das Ergebnis mit unserem Psilo-QTEST und der Auswertung per Farbskala liegt zwischen 0,9% bis 1,2% Wirkstoffgehalt, wir vermuten also eine Konzentration von knapp über 1% Psilocybin. Das kommt dem Laborwert doch sehr nahe. Ein noch genaueres und sicheres Ergebnis bekommt ihr, wenn ihr unsere APP zur Farbauswertung nutzt! Diese berechnet anhand eines Fotos die genaue Konzentration, und ermöglicht noch exaktere Ergebnisse.